Die Hundehaftpflicht muss für alle Hundehalter ein Thema sein

Glückliches Paar mit Hund

In Deutschland leben rund 5 Millionen Hunde mit dem Menschen zusammen. Viele von ihnen sind dem Menschen so etwas wie ein Familienmitglied geworden und die treueste Seele, die man sich überhaupt vorstellen kann. Die Hundehaltung ist aber auch mit vielen Kosten verbunden.

Einerseits verlangt so ziemlich jede Kommune für die Haltung des Vierbeiners eine Hundesteuer – merkwürdigerweise wird der Umstand der Hundehaltung als Luxus bezeichnet. Das lässt sich so für die 80-jährige Rentnerin, die außer ihrem Hund keinen mehr hat, so nicht ohne Weiteres bestätigen.Für die Gesunderhaltung und Futter muss ebenfalls eine Menge Geld aufgewendet werden, dazu kommt, dass für einen großen Teil der Hunde mit der Hundehaftpflicht Versicherungsschutz im Schadensfall nachgewiesen werden muss.

Die Bundesländer sind da eher uneinheitlich aufgestellt, in jedem Land gibt es ein eigenes Hundegesetz, in dem auch die Regelungen zur Hundehaftpflicht festgehalten sind.

Situation in den einzelnen Bundesländern

Fünf Bundesländer, nämlich Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben in der Vergangenheit die Hundehaftpflicht zur Auflage für jeden Hundehalter gemacht. In den anderen Bundesländern liegt es schlicht und ergreifend an der Rasse oder Größe des Hundes, ob eine Hundehaftpflicht benötigt wird. Das ist genauso, als wenn der Porsche oder der BMW eine Kfz-Haftpflicht benötigt und der kleine Smart oder Suzuki nicht.

Inzwischen hat die SPD in Hessen einen erneuten Vorstoß geplant und wird ihre Vorschläge zur Erweiterung des Hundegesetzes im Juni dem Umweltausschuss des Landtages vortragen. Die tierschutzpolitische Sprecherin der SPD, Dr. Judith Pauly-Bender, sagt: „Hessen benötigt ein modernes Hundegesetz, das die Aspekte der öffentlichen Sicherheit, der Halterverantwortung und des Tierschutzes vereint.“ Sinnigerweise sprach vor einiger Zeit der CDU-Innenminister Boris Rhein von Regulierungswut. Unverständlich, da die Schwesterpartei in Niedersachsen dort im vergangenen Sommer ein Hundegesetz verabschiedet hat, das unter Experten als das Beste in Deutschland bewertet wird.

Warum sind die Forderungen nach der Hundehaftpflicht so laut geworden?

Medienwirksam tauchen Hunde leider meisten dann auf, wenn es sich um eine Hundeattacke handelt. Diese machen nur einen sehr geringen Bruchteil an Schäden aus, die von einem Hund verursacht werden können, das Problem ist hier das öffentliche Interesse nach Sicherheit. Allerdings muss man dabei richtigerweise sagen: Eine Hundehaftpflicht hat noch keinen Schaden verhindert, sie steht wohl aber für den Schutz des Opfers oder der Geschädigten, damit ihre Schadensersatzansprüche befriedigt werden können.

Erst in der vergangenen Woche kam es zu einer Hundeattacke auf einem Spielplatz in Norderstedt (Schleswig-Holstein). Dort hat ein Schäferhund-Australian-Shepard-Mischling zunächst ein Kind im Kinderwagen angebellt und danach zwei Jungen sowie eine Mutter angesprungen und gebissen. Die Halterin war mit ihrem Hund zunächst mit Leine an dem Spielplatz vorbeigegangen, ließ den Vierbeiner aber später von der Leine. Danach ging alles sehr schnell. Gegen die Hundehalterin wurde mittlerweile ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

Es sind nicht allein die „dicken“ Fälle, die eine Hundehaftpflicht notwendig machen.

Kleiner Hund schaut hoch in die KameraAls Hundehalter kann man grundsätzlich nicht davon ausgehen, dass der Hund nicht irgendwann einmal einen Schaden verursacht. Dazu haben Hunde einen zu großen Spieltrieb und Jagdinstinkt.

Beim Gassigehen reicht ein verräterischer Duft oder ein Geräusch und schon gerät der Hund außer Kontrolle. Auch mit Leine ist nicht immer absolute Sicherheit geboten. Wenn z. B. Kinder mit einem größeren Hund Gassi gehen, sind diese machtlos, wenn der Vierbeiner erst einmal in Fahrt kommt.

Viele Hundehalter sind in der Lage, ihren Hund optimal zu erziehen und auf die verschiedenen Alltagssituationen vorzubereiten. Doch irgendwann kommt der Moment, wo es kein Halten mehr gibt. Das kann der Fall sein, wenn Hund und Herrchen einen Bekannten treffen und der Hund vor Freunde an ihm hochspringt. Eine zerrissene Jacke, eine heruntergefallene Brille oder ein aus der Hand geschleudertes Handy kann da die Folge sein. Es sind auch meistens die kleinen Dinge, die zu einem Schadensfall für die Hundehaftpflicht führen. Doch auch kleine Schäden sind zumindest für den Betroffenen ein Ärgernis. Entspannter können der Hundehalter und der geschädigte miteinander umgehen, wenn die Hundehaftpflicht sich der Angelegenheit annimmt.

Das Problem der Gefährdungshaftung

Ob sich nun jemand selber in Gefahr gebracht oder einen Schaden herbeigeführt hat, etwa weil er einen Hund begrüßen wollte, mag diskussionswürdig sein. Der Gesetzgeber sieht das jedoch aus einem anderen Blickwinkel. Hunde unterliegen der Gefährdungshaftung. Mit anderen Worten: Durch Hundehaltung wird ein Gefahrenpotenzial für Mensch und Umwelt geschaffen. Damit steht der Hundehalter bei jedem Schadensfall in der Verantwortung und muss dem Geschädigten für die Wiedergutmachung haften. Eine Umkehr der Schuldfrage ist nur bei höherer Gewalt möglich.

Teilweise orientieren sich aber auch die Gerichte in Richtung der Hundehalter. Wenn jemand z. B. einen angeleinten Hund trotz Warnung des Hundehalters streicheln möchte, muss dieser sich bei einer eventuellen Bissverletzung ein erhebliches Mitverschulden anrechnen lassen.

Der Umfang der Hundehaftpflicht

Durch die Hundehaftpflicht werden Personen-, Sach- und Vermögensschäden abgedeckt. Die Deckungssummen variieren von Gesellschaft zu Gesellschaft. Erst kürzlich hat die Rhion, der Maklerversicherer der Rheinland aus Neuss, die Deckungssummen für die Hundehaftpflicht auf 20 Mio. Euro angehoben. Ein wirksamer Schutz für wenig Geld, wenn mal betrachtet, welche Kosten so im Laufe eines Jahres für die Hundehaltung anfallen.

Viele Versicherer bieten mittlerweile umfangreiche Leistungen, die wirklich auf die Bedürfnisse der Hundehalter abgestimmt sind. So ist das Führen ohne Leine dort versichert, wo die kommunalen Richtlinien keine Leinenzwang vorsehen. Wenn ein nicht angeleinter Hund auf dem Gehweg an einer Straße also plötzlich auf die Fahrbahn springt und es dabei zu einem Unfall kommt, übernimmt die Hundehaftpflicht den Schaden.

Glückliches Paar mit Hund im ParkDas Führen durch fremde Dritte muss ebenfalls ein Bestandteil der Hundehaftpflicht sein, denn, was ist, wenn der Vierbeiner mal durch Bekannte, z. B. bei Krankheit von Herrchen oder Frauchen ausgeführt wird. Dafür wird natürlich auch Versicherungsschutz benötigt. Mittlerweile gehen einige Versicherer sogar dazu über, dass selbst der fremde Hüter geschützt ist, wenn er durch den Hund gebissen wird.

Ein wichtiger Aspekt in der heutigen Zeit ist die Deckung von sogenannten Mietsachschäden an Wohnungen oder Häusern. Wenn Bello mal den Türrahmen oder den Parkettboden zerkratzt, dann muss Herrchen dem Vermieter gegenüber für diesen Schaden haften. Allerdings sind die Gerichte hier auch Hundefreunde: In einem Fall hat ein Vermieter das zerkratzte Parkett bemängelt und verlangte von dem Mieter und Hundehalter Schadensersatz. Da jedoch die Hundehaltung nach dem Mietvertrag erlaubt war, sah das Gericht in dem Schaden lediglich eine vertragsgemäße Abnutzung. Der Hundehalter war aus der Sache raus.

Hundefreunde dürfen sich aber nicht auf einzelne Urteile zu Schäden durch Hunde verlassen. Sicher geht man immer mit der Hundehaftpflicht im Hintergrund. Und für schon weniger als 40 Euro im Jahr ist das mit Sicherheit keine überflüssige Ausgabe.

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Durch die gute Kooperation mit verschiedenen Versicherungsunternehmen kann vergleichen-und-sparen.de auch die Hundehaftpflicht zu Top-Konditionen anbieten: So gibt es einen Sondertarif für Hundehalter ab 40 Jahre mit einer Deckungssumme von 5 Mio. Euro schon für 36,50 Euro im Jahr. Für Hundehalter ab 50 Jahre bietet vergleichen-und-sparen.de einen Sondertarif zur Hundehaftpflicht mit 5 Mio. Euro Deckung für 43,90 Euro.

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