Dürfen Vermieter Kosten für Gebäudeversicherung auf Mieter umlegen?

Fragen, die dem Mietrecht zuzuordnen sind, haben es häufig in sich. Sie sind nicht immer einfach zu klären und manchmal kaum durchschaubar. Auch die Nebenkostenabrechnung bietet immer wieder Grund zu Zweifeln an deren Richtigkeit. In zahlreichen Internetforen wird darüber heiß diskutiert. Welche Kosten dürfen auf den Mieter umgelegt werden, welche nicht? Das betrifft zum Beispiel Hausmeistertätigkeiten oder die Kosten für die Gebäudeversicherung. Sind die Beitragsprämien für einen Wohngebäudeversicherung ungewöhnlich hoch, fragt sich so mancher Mieter, ob die Versicherungsprämien tatsächlich in der Höhe gezahlt werden müssen.

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Fest steht, das ein Vermieter die Kosten für deine Wohngebäudeversicherung auf seine Mieter umlegen darf. Allerdings müssen sich Vermieter an bestimmte Regelungen halten, die in den Bestimmungen der wohnwirtschaftlichen Berechnungen festgelegt sind. Dort ist nachzulesen, in welcher Form die Beiträge für die Gebäudeversicherung in der Nebenkostenabrechnung geltend gemacht werden können. Vermieter müssen wissen, dass ihre Mieter jederzeit Einsicht in die Grundlagenverordnungen nehmen können, um auf diese Weise eine Transparenz zu schaffen, die Unklarheiten beseitigt. Gibt der Vermieter die Kosten seiner Gebäudeversicherung weiter, muss er das vorab im Mietvertrag klar darstellen und einzelne Positionen transparent aufschlüsseln. Dies betrifft auch etwaige Vertragsänderungen während der Laufzeit eines Gebäudeversicherungs-Vertrages. Eine Zustimmung des Mieters bei höheren Prämienbeiträgen benötigt der Vermieter  nicht. Der Mieter kann allerdings Widerspruch gegen steigende Kosten verschiedener Positionen der Nebenkostenabrechnung einlegen. Der Vermieter darf aber auch bei Änderungen, beziehungsweise Beitragserhöhungen seiner Versicherungs-Police die Kosten für die Gebäudeversicherung auf seine Mieter umlegen.

10 Antworten auf Dürfen Vermieter Kosten für Gebäudeversicherung auf Mieter umlegen?

  1. Bettina Meyer sagt:

    Darf mein vermieter (Reihenhaus ) die Wohngebäude Versicherung mir in Zahlung stellen?

  2. G.Neumann sagt:

    Es gab einen Wasserschaden bei einem Mieter im 3 Familienhaus,soll jetzt 3 x 200 = 600 Euro Immobilienversicherung ( Neu )plus Gebäudeversicherung ( alt ) Haftpflicht 382 Euro und Gebäudeversicherung Brand 177 Euro )bezahlen.
    Das heißt ich und die beiden anderen Mieter müssen jetzt 200 + 127 + 59 = 386 Euro im Jahr bezahlen.
    Das sind aufgrund des Schadens für jeden 200 Euro mehr Nebenkosten.
    Ist das OK ?

    • Hallo Frau Neumann,

      es ist tatsächlich so, dass der Vermieter hier in diesem Fall die Kosten für die Gebäudeversicherung und der Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht auf die einzelnen Mietparteien umlegen darf. Allerdings erschließt sich mir noch nicht ganz, was mit Immobilienversicherung gemeint ist. Fragen Sie beim Vermieter doch einmal konkret nach, was damit gemeint ist. Üblich ist eigentlich nur eine Gebäudeversicherung, die das Risiko eines Brandes, Leitunugswasserschadens oder Sturmschadens abdeckt.

      Freundliche Grüße
      Ihr Team von vergleichen-und-sparen.de

      Manfred Weiblen

  3. verena pettke sagt:

    ich habe mal ne frage ich habe meine abrechnung bekommen dort will er jetzt eine sachversicherung für ein brandschaden einführen keiner der mieter kann damit was anfangen , jetzt ist meine frage darf er das obwohl wir gebäude versicherung zahlen und grundsteuer ?
    weil wir sind ja haftpflicht versichert und da ist ein brand schutz ja drin. vorallem wenn es brennen sollte unsere feuerarlam melder funktionieren auch nicht obwohl wir es schon parmal bemängelt haben.

    und dann noch eine frage haben wir einfluss darauf wann der vermieter heizöl kaufen tut, da er es immer im winter ( dezember) macht wo das heizöl viel teurer ist???

  4. Frank sagt:

    Guten Tag,

    wenn der Vermieter seine Eigenanteile herausnimmt, wie in unseren Fall, steigt die Versicherungssumme auf 800.- Euro im Jahr an (Durch 4 geteilt.) Ganz schön happig, denke ich.

    Auf Nachfrage war der Vermiter auch nicht zu einem Prisvergleich bereit, da er alle Versicherungen bei einer Versicherung hat und es gut und günstig findet.

    Grüße

    Frank

    • Hallo Frank,

      das ist natürlich ärgerlich. Dennoch hat der Vermieter das Recht zu entscheiden, wo der die Gebäudeversicherung unterhält. Ihm ist vermutlich daran gelegen, das er für alle Versicherungsfragen einen Ansprechpartner hat.

      Ein schönes Wochenende wünscht das Team von

      vergleichen-und-sparen.de

  5. Marion Schmitz-Gerhardt sagt:

    Hallo,
    ich möchte gerne wissen wie und in welcher Höhe der Vermieter die Gebäudeversicherung umlegen kann. Wir bewohnen eine Wohnung mit 136 qm, er eine mit 81 qm.
    Die gesamte Wohnfläche sind 224 qm. Die gleiche Anzahl qm gibt es auch nochmal im EG da hatte er früher eine Firma drin und es gibt einen Dachboden der einer Wohnung gleich kommt.
    Er rechnet die Gebäudeverischerung aber nur auf der Wohnebene, also 224 qm ab. Dadurch tragen wir natürlich den Löwenanteil an der Versicherung.
    Ist das so richtig wie er das macht oder muss er die Simme durch die gesamten qm des Hauses teilen???
    Vielen Dank
    Marion

    • Liebe Frau Schmitz-Gerhardt,

      nach unserer Auffassung dürfte der Vermieter nur den Anteil der Gebäudeversicherung berechnen, der sich tatsächlich auf Ihre Wohnfläche bezieht. Weitere Nebenkosten, wie z. B. Wasser, werden ja auch nur für Ihre Wohnung abgerechnet. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Vermieter.

      Liebe Grüße von Ihrem Team von

      vergleichen-und-sparen.de

  6. Petra Reinhardt sagt:

    Muss der Vermieter sich auch an den Zahlungen für Haftpflicht und Gebäudeversicherung beteiligen??? Oder nur, wenn er selber das Haus mitbewohnt… Vielen Dank..

    • Liebe Frau Reinhardt,

      vielen Dank für Anfrage.

      Grundsätzlich kann der Vermieter die kompletten Kosten auf die Mieter umlegen. Beteiligen muss er sich aber dann, wenn er selber das Objekt mit bewohnt.

      Ich wünsche Ihnen schöne Feiertage und kommen Sie gut ins neue Jahr hinein.

      Manfred Weiblen