Sind Hunde in Essen gern gesehen?

Nur einmal kurz einkaufen und schon hat das Ordnungsamt den Hund am Wickel. So ist es zumindest in Essen geschehen. Dort hat eine Seniorin ihren Vierbeiner an der kurzen Leine an ein Baumgitter angeleint, um Besorgungen zu machen. Dass ein Hund dabei ab und zu bellt, springt und sich bewegt, ist eigentlich normal. Weniger normal ist das Verhalten des Essener Ordnungsamtes: Zwei Mitarbeiter haben der Rentnerin ein Verwarngeld von 35 Euro aufgebrummt.

Der Hund habe nervös gebellt und wollte Passanten anspringen. Hund an der Leine Mittlerweile sind die Kosten für diese Ordnungswidrigkeit auf 58,50 Euro angestiegen – die Rentnerin hatte Widerspruch eingelegt. Ärgerlich ist außerdem: Die Rentnerin hatte gar keine andere Wahl, als den Hund an dieser Stelle anzuleinen. Denn in die meisten Geschäfte darf ein Hund nicht mitgeführt werden und dort am Baum ging keine Gefahr vom Hund für Passanten aus.

Anders ist es zu betrachten, wenn vor einem Geschäft der Hund mit viel Auslauf angeleint wird. Ereignet sich hier ein Zwischenfall, etwa weil der Vierbeiner einen Radfahrer anspringt, kann sehr wohl der Hundehalter in Haftung genommen werden. Denken Sie als Hundefreund stets immer an das Thema Hundehaftpflicht, damit Sie im Schadensfall auf der sicheren Seite sind. Wenn sich ein Zwischenfall ereignet, stehen Sie dafür uneingeschränkt gerade. Vor allem bei höheren Schäden schützt die Hundehaftpflicht Sie vor dem finanziellen Aus.

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