Auch Hunde sind von der Wirtschaftskrise betroffen

Es ist offensichtlich, dass die Wirtschaftskrise nun auch die Hunde erreicht hat. Das merken die Tierheime und -asyle sehr deutlich.

Verstärkt werden dort Hunde abgegeben, für deren Unterhalt die Besitzer nicht mehr aufkommen können.

Früher mussten vermehrt Hunde während der Urlaubsmonate aufgenommen werden, ähnlich hohe Aufnahmezahlen müssen die Tierheime – und das ist völlig untypisch – seit November des letzten Jahres bewältigen.

Die Krise trifft eben auch Bello. Die Anzahl der in den letzten 5 Monaten abgegebenen Hunde sprengt für die meisten Tierheime den Rahmen; viele klagen über große finanzielle Probleme.

Während ständig mehr Tiere im Tierasyl landen, gehen die Spenden dramatisch zurück. Seit Oktober / November 2008 ist das Spendenaufkommen für Tierheime um ein Drittel – in vielen Fällen sogar mehr – eingebrochen.

Während noch vor einem Jahr die in den Geschäften aufgestellten Spendenbüchsen immer gut gefüllt abgeholt werden konnten, sind sie jetzt oft nur zu einem Viertel gefüllt.

Im Ruhrgebiet ist die Entwicklung besonders besorgniserregend.
Die Pleiten größerer Firmen haben dort viele Menschen arbeitslos gemacht, und das bekommen nun auch deren Hunde zu spüren. Immerhin beträgt der durchschnittliche finanzielle Aufwand für den 4-beinigen Freund ca. 100,– Euro im Monat – dieser Betrag fehlt, wenn der Job wegfällt.

Viele Hundehalter sprechen aus Scham nicht über ihre finanziellen Sorgen und geben die Tiere aus fadenscheinigen Gründen ab. Die erfahrenen Mitarbeiter in den Tierheimen kennen jedoch den wahren Grund fast immer. In kurzen Gesprächen stellt sich meist sehr schnell heraus, dass der Hundehalter Kurzarbeit hat oder arbeitslos wurde.

Wenn dann im 2. Jahr Hartz IV bezogen wird, muss meist auch die Wohnung gewechselt werden und in den kleineren Mietwohnungen sind oft Hunde nicht erlaubt.

Oft fehlen auch ganz einfach die finanziellen Möglichkeiten für einen notwendigen Tierarztbesuch, sodass auch vermehrt kranke Hunde in den Tierheimen auftauchen.

Dies wiederum stellt eine sehr große Belastung für die ohnehin schon finanzschwachen Tierheime dar.

Um den Hundebesitzern und ihren Tieren zu helfen, wurde inzwischen eine „Tiertafel“ gegründet; diese ist deutschlandweit aktiv (www . tiertafel.de).

Anliegen dieses Vereines ist, Menschen zu unterstützen, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht alleine für ihr Haustier sorgen können.

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