Die Geschichte des Pferdes III

Merychippus gunteri, der Grasfresser, lebte vor ca. 18 Millionen – 17 Millionen Jahren. Mit fast 1 Meter Schulterhöhe zählt er bis dahin zu den größten Vorfahren der heutigen Pferde.

Er hatte ein größeres Gehirn, war schlanker und schneller. Daher konnte er seinen Feinden fast immer erfolgreich entkommen.

Diese Gattung verbreitete sich rasch und entwickelte sich nachweislich zu einer ansehnlichen Anzahl von unterschiedlichen Spezies weiter (archäologisch sind mindestens 19 bewiesen).

Historisch teilt man diese Entwicklungen in 3 Hauptlinien auf:

die dreizehigen Grasfresser, Hipparion genannt.

Sie vermehrten sich sehr schnell und erfolgreich; aus ihnen gingen in verschiedenen Bereichen der Erde weitere Spezies hervor

Ein weiterer Zweig mit etwas kleineren Pferden, die Protohippine hießen.

Den dritten Stamm bilden die Vorfahren unserer heutigen Pferde. Bei ihnen handelte es sich um sich solche Exemplare, deren Seitenzehen langsam verkümmerten.

Vor ca. 15 Millionen Jahren, im Zeitalter des mittleren Miozän, gab es eine weitere Entwicklung bei den Pferden. Pliohippus hatte drei Zehen. Diese Art war unseren heutigen Pferden schon stark ähnlich.

Mit der voranschreitenden Evolution verlor Pliohippus seine seitlichen Zehen..

Die Entwicklung der Pferde vollzog sich rasch. Vor ca. 10 Millionen Jahren gab es verschiedene Arten von pferden, die sich sehr gut an die jeweilige Umgebung angepasst hatten. Hipparions, die kleineren Protohippines und die damals schon „echten“ – weil einzehigen Pferde – hatten sich aus der Linie des Merychippus entwickelt und die Erde bevölkert.

Später entwickelten sich daraus die einzehigen Arten, unter den Bezeichnungen Astrohippus und Dinohippus bekannt. Zum Ende des Pliozäns, vor ungefähr vier Millionen Jahren, erschien dann das moderne Equus auf der Erde. Es fand schnell Verbreitung. Historische Funde zeigen, dass während der ersten Eiszeit (vor ca. 2,6 Millionen Jahren) das Equus bereits Europa, Asien und Südamerika besiedelte. In Afrika entstanden damals die ersten Zebras.

Noch heute tragen unsere modernen Pferde die Gene für die seitliche Zehen (Griffelbeine) in sich. Es kommt vor, dass Fohlen mit diesen seitlichen Zehen auf die Welt kommen.

Geschichte des Pferdes: Teil 1Teil 2

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.