Die Tretschicht – Funktionen und Anforderungen


Sowohl die Reitplätze als auch die Paddocks werden immer häufiger zur Bewegung der Pferde genutzt.

Daher ist deren Ausstattung mit einem guten Boden sehr wichtig, damit die Tiere dort keiner Verletzungsgefahr ausgesetzt sind.

Um eine besonders gute Trittfestigkeit zu garantieren, besteht ein guter Reitplatzboden aus einem Aufbau in mehreren Schichten. Zunächst wird unterhalb der Sohle eine Drainage installiert, gefolgt von einer tragenden Schicht. Die besteht aus groberen Materialien wie z. B. Kies, Splitt o. Ä.. .

Je weiter es nach oben geht, umso feiner wird das Material für den Reitplatzbelag. Es folgt eine Trennschicht, die aus Rasengittersteinen, einem besonderen Pflaster oder speziellen Matten bestehen kann. Den Abschluss bildet die eigentliche Tretschicht.


Die Tretschicht ist sehr bedeutend, denn mit ihr kommen die Pferde direkt in Kontakt. Hauptsächlich verwendet man für die Tretschicht Sand.

Im Fachhandel findet man speziellen Sand, der besonders gut für die Ausrüstung eines Reitplatzes geeignet ist.

Andere natürliche Substanzen, wie z. B. Sägespäne oder Holzhackschnitzel finden häufig Verwendung. Durch eine Mixtur der genannten Komponenten mit weiteren Materialien versucht man, eine möglichst gute Qualität der Tretschicht zu erreichen.

Ein weiteres Merkmal für eine gute Tretschicht ist auch die Langlebigkeit. Außerdem soll der Reitplatz leicht zu reinigen sein.

Bei der Planung eines Reitplatzes müssen viele Fragen berücksichtig werden. Zuerst ist wichtig, ob der Platz im Freien gelegen ist, oder in einer Halle liegt. Ein Platz im Freien ist natürlich sämtlichen Witterungsverhältnissen ausgesetzt und muss daher anders konzipiert werden, als ein Hallenreitplatz.

Die Tretschicht für einen Reitplatz im Außenbereich wird vielfach mit Feuchtigkeit und Nässe in Berührung kommen; sie darf sich bei Regen und Schnee nicht auflösen, nicht verschlammen oder sich zu einem Morast entwickeln.

Auch die Entwicklung von Staub ist unerwünscht, denn diesen würden die Pferde einatmen und damit ihre Lungen belasten.

Besonders hohe Anforderungen werden an die Trittsicherheit des Bodenbelages gestellt. Die Tretschicht muss passen: sowohl für beschlagene, als auch für unbeschlagene Pferde (sog. Barhuf-Pferde).

Auch die Frequenz der Nutzung ist wichtig bei der Planung.

  • Wird ein Reitplatz häufig besucht oder sollen sogar Turniere veranstaltet werden?

Im letzten Fall muss der Boden und die abschließende Tretschicht besonders harten Ansprüchen gerecht werden.

Wenn man alle diese Fragen in die Konzeption eines Reitplatzes oder einer Reithalle einbezieht, dann wird man auch die optimale Tretschicht auswählen.

Einen sorgfältig und umsichtig geplanten Reitplatz werden sowohl Pferd als auch sein Reiter mit Begeisterung nutzen.

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Eine Antwort auf Die Tretschicht – Funktionen und Anforderungen

  1. Simon sagt:

    Wir haben auch zwei Pferde.

    Die haben aber eine ganz Koppel für sich. Haben daher also massig Auslauf