Anreise mit der Bahn

Die Kombination Hund und Bahn kann recht abenteuerlich werden. Es gibt sehr unterschiedliche Angaben, was die Preisgestaltung angeht – so wird der Hund manchmal als Kind (allerdings nicht mit Sparpreis) abgerechnet, manchmal kann er aber auch kostenlos befördert werden (wenn in einer Transportbox, zum Beispiel).

Die Angestellten am Schalter verweisen auch oft auf die Vergleichbarkeit mit einer Katze: wenn der Hund nicht größer ist, als eine Hauskatze, dann kann er kostenlos reisen. Aber wie groß ist eine Hauskatze? Derartig schwammige Definitionen können oft zu Irritationen bei den Schaffnern führen.

Erkundigen Sie sich in jedem Fall nach den Vorschriften (ist eine Box notwendig oder nicht), und lassen Sie sich das Ergebnis schriftlich geben, um unangenehmen Überraschungen bei der Begegnung mit dem Schaffner vorzubeugen.

Der Hund muss in der Bahn einen Maulkorb tragen, egal, wie groß er ist und welcher Rasse er angehört. Man sollte sich auch vorher überlegen, ob der Hund die Bahnfahrt mag. Ist er schon einmal mit dem Zug gefahren? Dann ist er daran gewöhnt. Es kann aber auch sein, dass er – ohne entsprechende Erfahrung – erst gar nicht in den Zug einsteigen will.

Trainieren Sie daher ein wenig mit ihm das Zugfahren: erst ein bis zwei Stationen, damit er sich an die Geräusche und die neue Umgebung gewöhnen kann, dann längere Fahrten. So können Sie ihn gut auf eine längere Urlaubsanreise vorbereiten.

Bei der Anreise mit der Bahn gilt auch hier: einige Stunden vor Fahrtantritt den Hund nicht füttern, denn sonst kann ihm übel werden, vor allem, wenn er nicht an das Bahnfahren gewöhnt ist (Tücher und Tüten zur Reinigung nicht vergessen – für alle Fälle!).

Um den Hund abzulenken, nehmen Sie ein Spielzeug mit, mit dem er sich ausdauernd beschäftigen kann. Ein Leckerchen kann hilfreich sein, um ihn in den Zug zu locken oder auch bei Reiseende wieder aus dem Zug heraus.

Denken Sie daran, einen Wasserbehälter mitzunehmen, damit Ihr Hund trinken kann. Oftmals ist es in der Bahn sehr zugig, achten Sie darauf, dass Ihr Hund nicht unmittelbar am geöffneten Fenster sitzt, ansonsten kann eine Bindehautentzündung die unerwünschte Folge sein.

Im Übrigen ist es besser, den Hund in einem geschlossenen Abteil zu befördern, als in einem offenen Waggon. Fahren Sie auch nicht zu den Hauptverkehrszeiten, wenn der Zug arg gefüllt ist, denn dies bedeutet großen Stress für den Hund.

Wenn Sie eine längere Reise machen, dann können Sie Ihren Liebling auch gut mit in den Schlafwagen nehmen – eine Fahrt im Schlaf ist auch für Bello angenehm.

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